11 Fragen an … Thorsten Knauth

 

 

Thorsten Knauth ist Professor für Religionspädagogik an der Universität Duisburg-Essen

und Teil des Redaktionsteams von inrev.de. Für unseren Blog beantwortet er uns 11 Fragen:

Das Wichtigste am Tag ist für mich …

im guten Kontakt mit den Menschen zu sein, die mir begegnen.

Das Thema Inklusion beschäftigt mich …

seit meiner Jugend, in der wir in einer Schüler*inneninitiative Angebote für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche entwickelt haben; während meines Zivildienstes habe ich in einem Jugendclub gearbeitet, den junge Leuten aus Roma und Sinti-Familien besucht haben; und in meiner Studienzeit habe ich dann bei Freizeiten von Behinderten und Nichtbehinderten (wie es damals genannt wurde) mitgemacht und mein Studium u.a. als Betreuer der „Lebenshilfe“, Teamer von  Projektfahrten und Klassengemeinschaftswochen, Referent von Anti-Rassismus-Workshops und als Mitarbeiter in der ambulanten Pflege  finanziert.

Inklusive Religionspädagogik der Vielfalt heißt für mich …

einen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit und zum sozialen Zusammenhalt zu leisten.

Was mir im Bereich inklusiver Religionspädagogik besonders wichtig ist …

– dass sie an vielen (Lern)Orten durch das Engagement vieler Menschen in der Lehrer*innen(fort)bildung theoretisch und praktisch wirksam werden kann

Mein schönster Moment zu Inklusion war …

im Religionsunterricht gemeinsames Lernen in heterogenen Lerngruppen zu erleben; auf Reisen inmitten einer bunten Truppe die Tage zu planen und Zeit beim Kochen, Essen, Spielen, Singen und Lachen zu verbringen; die lange Freundschaft mit Jasper; als wir nach jahrelanger Arbeit unser Kinderhaus in Nepal eingeweiht haben.

Herausforderungen in Bezug auf Inklusion sehe ich …

in zementierten Spaltungen unserer Lebenswelten.

Meine besten Gedanken und Ideen kommen mir …

– beim Laufen im Wald oder am Meer,
– in der Stille,
– im Gespräch

Was ich gerne noch lernen möchte …

– einfacher zu leben

Worüber ich mich besonders freue …

– über gemeinsame Arbeit an sinnvollen Dingen, die dann auch gelingen

Worüber ich mich aufrege …

– Egoismus und Borniertheit als Ideologie und alle Formen von Menschenfeindlichkeit

Bei meiner Arbeit beschäftigt mich gerade …

was guter Religionsunterricht unter den Bedingungen sozialer Benachteiligung sein kann.

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