Literaturtipp: Grasser/Jung (Hrsg.), Religionsunterricht in Inklusionsklassen und an Förderschulen

Das Cover des Buches

Patrick Grasser/Ulrich Jung (Hrsg.)


Religionsunterricht in Inklusionsklassen und an Förderschulen. Ein Buch für die Praxis


Eine Veröffentlichung des Religionspädagogischen Zentrums Heilsbronn, 2022


Die aktuelle Veröffentlichung begleitet Religionslehrkräfte beim Einstieg und in ihrer Arbeit im Religionsunterricht an Förderschulen und in Inklusionsklassen. Häufig stellt der Religionsunterricht in diesen Arbeitsfeldern eine besondere Herausforderung, vor allem für kirchliche Religionslehrkräfte, dar. Aber auch in Grund- und Mittelschulklassen sind die in dem Buch vorgestellten Haltungen und pädagogischen Ansätze für einen erfolgreichen Religionsunterricht sinnvoll und helfen (schwierige) Unterrichtssituationen besser zu meistern. Ein Unterricht, der die unterschiedlichen Stärken, Bedürfnisse, Herkunftsmilieus und Prägungen der Schülerinnen differenziert wahrnimmt und darauf eingeht, ist in jeder Schulart wünschenswert. Dafür werden in dem Buch neben sonderpädagogischen Grundlagen, einer Übersicht zu den einzelnen sonderpädagogischen Schwerpunkten und methodisch-didaktischen Hinweisen auch theologische Perspektiven entfaltet, die für einen reflektierten sonderpädagogisch ausgerichteten Religionsunterricht bedeutsam sind Grundansatz der Veröffentlichung ist es, die Sonderpädagogik in ihren Ausdifferenzierungen in die verschiedenen sonderpädagogischen Schwerpunkte als Bezugswissenschaft für religionspädagogisches Handeln aufzugreifen. Ein erfolgreicher inklusiver Unterricht setzt auch sonderpädagogische Kompetenzen der Lehrkraft voraus. Hierfür arbeiteten sonderpädagogische, theologische und religionspädagogische Expertinnen zusammen und entwickelten Ideen, wie ein Religionsunterricht den besonderen Bedarfen der Schülerinnen möglichst gerecht werden kann und Exklusionsprozesse vermieden werden können.

Konkret bedeutet dies, sonderpädagogische Perspektiven in den Blick auf die Schülerinnen, das eigene Rollenverständnis als Lehrkraft und die Auseinandersetzung mit Inhalten des Religionsunterrichts zu integrieren und die eigene religionspädagogische Perspektive durch sie bereichern zu lassen. Zentral erscheint damit die Fragestellung, wie sich Religionspädagogik durch das Aufgreifen sonderpädagogischer Perspektiven so verändern kann, dass sie im Blick auf Schüler*innen an Förderschulen und in Inklusionsklassen eine
lebensrelevante Kommunikation mit dem Evangelium eröffnet.

Die einzelnen Kapitel werden durch Reflexionsfragen ergänzt, die es erleichtern die eigene Unterrichtspraxis mit den Inhalten in Bezug zu setzen. Literaturtipps ermöglichen eine gezielte weiterführende Auseinandersetzung mit den Themen der Kapitel.

Das 391 Seiten umfassende Buch kann direkt über die Homepage des RPZ sowie über den
Buchhandel zum Preis von 20,-€ bezogen werden.
Im Onlineshop des RPZ ermöglichen eine Leseprobe und ein sehr ausführliches
Inhaltsverzeichnis einen Überblick über die Inhalte der Veröffentlichung.
https://shop.rpz-heilsbronn.de/religionsunterricht-in-inklusionsklassen-und-anforderschulen.
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