Die Titelseiten der Bücher

Interreligiöse Bildung in der Grundschule: Buchreihe >Biblische Geschichten in Begegnung mit Judentum und Islam< (2006-2020)

von Helgard Jamal

In der jetzt vollständigen 12bändigen Buchreihe >Biblische Geschichten in Begegnung mit Judentum und Islam< (www.interreligioes-bilden.de) werden Erzählungen aus der Bibel auf kreative Weise mit dem >Biblischen Bodenbild interreligiös< erarbeitet, um auf interreligiöse Verständigung vorzubereiten, da angesichts von Antisemitismus und Islamfeindlichkeit in unserer Gesellschaft eine Konfliktprävention zwingend ist. Kinder erleben die Vielfalt von Kulturen und Religionen, deshalb hat die pluralitätsfähige Grundschule den Auftrag der interreligiösen Bildung, die zum Entdecken und Kennenlernen von Religionen, Weltanschauungen und Werten führt.

In jedem Buch der Buchreihe finden Sie:

  • Grundlagen zur interreligiösen Bildung
  • Ein Bilderbuch mit jeweils zwölf Szenen der biblischen Geschichte mit farbigen Bodenbildern
  • Die Beschreibung eines erprobten Praxisprojektes in Kindertagesstätte oder Grundschule mit farbiger Bilddokumentation
  • Autoren/Autorinnen – ein Jude/eine Jüdin, ein Christ/eine Christin, ein Muslim/eine Muslima – die das Thema des Buches aus eigener Sicht erläutern
Die Titelseiten der Bücher

Schöpfung

Juden, Christen und Muslime glauben, dass Gott die Welt erschaffen hat; Grundlagen der drei abrahamitischen Religionen werden erläutert. Lehrer/-innen können ein globales Umweltbewusstsein im Kern anlegen und Kinder können die gemeinsame Schöpfungsverantwortung erkennen.

Noah

Gewalt darf niemals im Namen Gottes propagiert werden – hier werden das komplexe Gottesbild der unterschiedlich Gläubigen veranschaulicht und religiöse/weltanschauliche Erziehungsaufgaben begründet.

Abraham

Abraham spielt als Stammvater in den Religionen Judentum, Christentum und Islam eine wichtige unterschiedliche Rolle, das erfordert Respekt vor der individuellen Herkunftstradition eines Kindes.

Josef

Ihr plantet es zum Bösen, Gott verwandelte es zum Guten (1. Mose 50,20a), die Joseferzählung unterstützt Lernchancen für mitmenschliche Bildung; in einem dritten Schuljahr wird das Projekt >Mit Josef unterwegs< initiiert.

Mose

Es werden symboldidaktische Zugänge zu den heiligen Räumen Synagoge, Kirche, Moschee und Gebote der Religionen aufgezeigt. Das Praxisprojekt findet für Grundschulkinder aus den Jahrgängen 1 bis 4 statt.

David

Drei Aufgaben interreligiöser Bildung werden begründet: 1. Die Jahresplanung, 2. Hilfen zur Identitätsbalance, 3. Friedenspädagogik durch interreligiöse Bildung. Eine Unterrichtseinheit in einer dritten Klasse zum Leben von David und dem Psalm 23 wird vorgestellt.

Weihnachten

Juden kennen Jesus als Lehrer und Bruder, Christen glauben an Jesus als Sohn Gottes, Muslime verehren Jesus als wichtigen Propheten; die Geburt Jesu ist unterschiedlich bedeutsam – „Friede auf Erden“ ist ein Auftrag für alle Menschen.

Jesus erzählt

Zwölf Geschichten, die Jesus eindrucksvoll erzählt, werden mit Bodenbildern lebendig. Die Unterrichtsreihe zu zwei Gleichnissen in einem ersten Schuljahr und drei weiteren Gleichnissen in einem dritten Schuljahr wird erläutert und mit 30 Bildern visualisiert.

Gott hilft

Kinder verfügen über nichtreflektiertes interreligiöses Wissen und sammeln Erfahrungen in der einzigartigen Familienkultur, die in der Schule erweitert werden.

Zwölf Geschichten erzählen von Jesu Hilfe; das Projekt >Gott hilft< findet in einer vierten Grundschulklasse statt.

Jesus betet

Zwölf Gebetsanlässe werden aus dem Neuen Testament der Bibel erzählt und im Hinblick auf Judentum und Islam erweitert. In den Projektwochen zum Thema >Jesus betet< werden acht Szenen in einer ersten und zweiten Grundschulklasse mit dem >Biblischen Bodenbild interreligiös< durchgeführt.

Ostern

Verrat, Leid, Sterben, Trauer, Auferstehung, Glaube, Hoffnung – im gemeinsamen Theologisieren suchen Lehrerinnen und Lehrer mit Kindern nach Antworten auf Tod, denn „Bildung muss der Gefahr und dem Tod gegenübertreten können“ (Bonhoeffer).

Pfingsten

Die Jünger Jesu reden durch den Heiligen Geist mit himmlischer Stimme von der Liebe Gottes. Der Heilige Geist hebt die Sprachverwirrung auf und ermöglicht Begegnung, Verständigung und Gemeinschaft – es wird von Gemeinschaftserfahrungen der Juden, Christen und Muslime berichtet.

Die Goldene Regel ist ein Leitsatz im interreligiösen Anfangsritual >Biblisches Bodenbild interreligiös<, der zu Mitgefühl und Respekt anregt und die Inhalte der Buchreihe prägt:

Goldene Regel: Behandle den anderen so, wie du behandelt werden willst!
Fernöstliche ReligionenAbraham-ReligionenEthik
HinduismusBuddhismusJudentumChristentumIslamKategorischer Imperativ
Man sollte sich gegenüber anderen nicht in einer Weise benehmen, die für einen selbst unangenehm ist.Ein Zustand der nicht erfreulich für mich ist, wie kann ich so einen Zustand einem anderen zumuten?Tue nicht anderen, was du nicht willst, das sie dir tun.Alles, was ihr wollt, das euch die Menschen tun, das tut auch ihr ihnen ebenso.Keiner von euch ist ein Gläubiger, solange er nicht seinem Mitmenschen wünscht,

was er sich selber wünscht.

Handle nur nach der Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
Mahabharata

XIII. 114.8

Samyutta Nikaya V, 353.35-354.2Rabbi Hillel Sabbat 31aMatthäus 7,12; Lukas 6,31Hadithe von an-Nawawi 13; Sure 2,279Immanuel Kant (1724-1804)

Aktuelles – Vortrag

Vielfalt in der Kita – Aufgaben interreligiöser Bildung

Europahaus Aurich, Oktober 2020

https://youtu.be/VOlx24EfJ1I – Identitätsbildung und Wertschätzung

https://youtu.be/vEf-PfKfQ_g – Konfliktpotential und Konfliktprävention

https://youtu.be/uNT5bsEpwAA – Praxiserprobte interreligiöse Bildung

Foto von Helgard Jamal

Dezember 2020, Dr. Helgard Jamal, Referentin für interreligiöse Bildung

www.interreligioes-bilden.de

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